Sinumerik 840D Zyklen: Bohren, Fräsen und Drehen
Standardzyklen der Sinumerik 840D mit Parameterlisten: CYCLE81 bis CYCLE89, MCALL mit HOLES1/HOLES2, Taschen, Planfräsen, CYCLE800, CYCLE832, CYCLE95 und CYCLE97.
Sinumerik-Zyklen sind Unterprogramme, die mit einer Parameterliste aufgerufen werden, zum Beispiel CYCLE83(…). Die Eingabemasken der Steuerung schreiben den Aufruf mit allen Parametern, der Aufruf lässt sich aber auch von Hand tippen. Die Reihenfolge der Parameter ist fest: Ein nicht genutzter Parameter behält sein Komma, Parameter am Ende der Liste können wegfallen.
Die Listen auf dieser Seite sind die klassischen Parameterlisten der 840D. Auf einer 840D sl mit SINUMERIK Operate heissen die Zyklen gleich, die meisten haben aber zusätzliche Parameter am Ende der Liste. Ein Programm mit der kurzen Liste läuft weiterhin, die fehlenden Parameter erhalten ihre Vorgabewerte.
Voraussetzungen für jeden Zyklus
Die Arbeitsebene (G17, G18, G19) wird vor dem Aufruf gewählt. Bohrzyklen bohren in der Achse senkrecht zur Ebene, Fräszyklen stellen in dieser Achse zu.
| Ebene | Ebenenachsen | Zustellachse |
|---|---|---|
| G17 | X/Y | Z |
| G18 | Z/X | Y |
| G19 | Y/Z | X |
Werkzeug, Korrektur (D), Drehzahl, Drehrichtung und Vorschub werden vor dem Aufruf programmiert, sofern der Zyklus keinen eigenen Parameter dafür hat. G-Befehle und der programmierbare Frame, die vor dem Aufruf aktiv waren, bleiben danach aktiv.
Gemeinsame Parameter
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| RTP | Rückzugsebene, absolut. Der Zyklus endet hier |
| RFP | Referenzebene, absolut, meist die Werkstückoberkante |
| SDIS | Sicherheitsabstand über der Referenzebene, ohne Vorzeichen |
| DP | Endtiefe, absolut |
| DPR | Endtiefe relativ zur Referenzebene, ohne Vorzeichen |
Sind DP und DPR beide angegeben, nimmt der Zyklus die Tiefe aus DPR. Eine relative Tiefe bei gleichem RTP und RFP, oder mit einer Rückzugsebene unterhalb der Referenzebene, bricht den Zyklus mit Alarm 61101 ab.
Bohrzyklen
| Zyklus | Aufruf | Ablauf |
|---|---|---|
| CYCLE81 | CYCLE81(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR) | Bohren, Zentrieren. Eilgang auf RFP + SDIS, im Vorschub auf Tiefe, Eilgang auf RTP |
| CYCLE82 | CYCLE82(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, DTB) | Wie CYCLE81 mit Verweilzeit DTB auf Tiefe (Plansenken) |
| CYCLE83 | CYCLE83(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, FDEP, FDPR, DAM, DTB, DTS, FRF, VARI, _AXN, _MDEP, _VRT, _DTD, _DIS1) | Tieflochbohren mit Spänebrechen oder vollem Rückzug |
| CYCLE84 | CYCLE84(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, DTB, SDAC, MPIT, PIT, POSS, SST, SST1, _AXN, _PTAB, _TECHNO, _VARI, _DAM, _VRT) | Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter |
| CYCLE840 | CYCLE840(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, DTB, SDR, SDAC, ENC, MPIT, PIT, _AXN, _PTAB, _TECHNO) | Gewindebohren mit Ausgleichsfutter |
| CYCLE85 | CYCLE85(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, DTB, FFR, RFF) | Ausbohren 1. Hinein mit FFR, Verweilzeit, mit RFF heraus bis RFP + SDIS |
| CYCLE86 | CYCLE86(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, DTB, SDIR, RPA, RPO, RPAP, POSS) | Ausbohren 2. Verweilzeit, orientierter Spindelhalt auf POSS, Werkzeug um RPA/RPO/RPAP freigefahren, Eilgang heraus |
| CYCLE87 | CYCLE87(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, SDIR) | Ausbohren 3. Spindelhalt auf Tiefe, Programm wartet auf NC-Start, Eilgang heraus |
| CYCLE88 | CYCLE88(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, DTB, SDIR) | Ausbohren 4. Verweilzeit, Spindelhalt (mit oder ohne Programmhalt), nach NC-Start Eilgang heraus |
| CYCLE89 | CYCLE89(RTP, RFP, SDIS, DP, DPR, DTB) | Ausbohren 5. Verweilzeit, im Vorschub heraus bis RFP + SDIS, Eilgang auf RTP |
CYCLE81 bis CYCLE84 und CYCLE86 bis CYCLE89 verwenden den vor dem Aufruf programmierten Vorschub. SDIR ist bei den Ausbohrzyklen die Drehrichtung im Zyklus (3 für M3, 4 für M4).
CYCLE83 Tieflochbohren
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| FDEP / FDPR | Tiefe der ersten Zustellung, absolut oder relativ zu RFP |
| DAM | Degression. Positiv: Betrag, um den jede Zustellung kleiner wird. Negativ: Faktor. 0: keine Degression |
| DTB | Verweilzeit auf jeder Zustelltiefe. Positiv in Sekunden, negativ in Umdrehungen |
| DTS | Verweilzeit am Startpunkt und beim Entspänen, Einheiten wie DTB |
| FRF | Vorschubfaktor für die erste Zustellung (0.001 bis 1) |
| VARI | 0: Spänebrechen (kurzer Rückzug), 1: voller Rückzug zum Entspänen |
| _AXN | Bohrachse: 1 = erste, 2 = zweite, sonst dritte Geometrieachse |
| _MDEP | Minimale Zustelltiefe, zusammen mit einem Degressionsfaktor |
| _VRT | Rückzugsbetrag beim Spänebrechen. 0 setzt 1 mm |
| _DTD | Verweilzeit auf Endtiefe. 0 übernimmt den Wert von DTB |
| _DIS1 | Vorhalteabstand beim Wiedereintauchen mit VARI = 1. 0 berechnet ihn automatisch |
CYCLE84 Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| DTB | Verweilzeit auf Gewindetiefe |
| SDAC | Drehrichtung nach dem Zyklus: 3, 4 oder 5 |
| MPIT | Steigung als metrische Gewindegrösse (3 für M3 bis 48 für M48). Das Vorzeichen bestimmt die Drehrichtung |
| PIT | Steigung als Wert. Das Vorzeichen bestimmt die Drehrichtung |
| POSS | Spindelwinkel für den orientierten Halt zu Beginn des Zyklus |
| SST | Drehzahl beim Gewindebohren |
| SST1 | Drehzahl beim Rückzug |
| _PTAB | Einheit von PIT: 0 nach programmiertem Masssystem, 1 mm, 2 Gänge pro Zoll, 3 Zoll pro Umdrehung |
MPIT und PIT sind Alternativen, nur einer der beiden wird ausgefüllt.
CYCLE840 wird mit Ausgleichsfutter verwendet. SDR legt die Drehrichtung für den Rückzug fest (0 kehrt automatisch um). ENC wählt Gewindebohren mit oder ohne Spindelgeber: 0 mit Geber, 1 ohne Geber und Vorschub vor dem Aufruf programmiert, 11 ohne Geber und Vorschub vom Zyklus berechnet, 20 mit Geber und Verweilzeit.
Modaler Aufruf mit MCALL
Steht MCALL vor dem Zyklusnamen, läuft der Zyklus nach jedem folgenden Satz mit Bahnbewegung automatisch ab. Der MCALL-Satz selbst bohrt nicht. MCALL ohne Namen schaltet den modalen Aufruf aus, ebenso ein neues MCALL mit einem anderen Unterprogramm. Ein modal aufgerufenes Unterprogramm darf selbst keinen weiteren modalen Aufruf enthalten.
G17 G90 G54
T5 M6
D1 S1600 M3 F140
G0 X0 Y0 Z50
MCALL CYCLE83(50, 0, 2, -30, , -8, , 3, 0, 0, 1, 1)
X20 Y10
X50
X80 Y30
MCALL
G0 Z100Der Zyklus bohrt auf X20 Y10, X50 Y10 und X80 Y30. Die erste Zustellung geht auf Z−8, jede weitere Zustellung ist 3 mm kürzer, und der Bohrer fährt nach jeder Zustellung ganz heraus (VARI = 1).
Bohrbildzyklen
Bohrbildzyklen beschreiben nur Positionen. Sie werden mit einem Bohrzyklus kombiniert, der vor dem Bohrbild mit MCALL modal aufgerufen wird. Ohne aktiven modalen Bohrzyklus meldet die Steuerung Alarm 62100. Der Alarm lässt sich quittieren, das Bohrbild positioniert dann nur.
| Zyklus | Aufruf | Parameter |
|---|---|---|
| HOLES1 | HOLES1(SPCA, SPCO, STA1, FDIS, DBH, NUM) | Lochreihe. SPCA/SPCO Bezugspunkt; STA1 Winkel der Geraden zur ersten Achse; FDIS Abstand Bezugspunkt bis erste Bohrung; DBH Lochabstand; NUM Anzahl Bohrungen |
| HOLES2 | HOLES2(CPA, CPO, RAD, STA1, INDA, NUM) | Lochkreis. CPA/CPO Mittelpunkt; RAD Radius; STA1 Winkel der ersten Bohrung; INDA Winkel zwischen zwei Bohrungen; NUM Anzahl Bohrungen |
| CYCLE801 | CYCLE801(_SPCA, _SPCO, _STA, _DIS1, _DIS2, _NUM1, _NUM2) | Lochgitter. _SPCA/_SPCO Bezugspunkt; _STA Winkel zur ersten Achse; _DIS1 Spaltenabstand; _DIS2 Zeilenabstand; _NUM1 Spalten; _NUM2 Zeilen |
Fehlt INDA, verteilt HOLES2 die Bohrungen gleichmässig auf den Vollkreis.
G17 G90 G54
T12 M6
D1 S900 M3
G0 X0 Y0 Z50
MCALL CYCLE84(50, 0, 2, -18, , 0, 3, , 1.5, 0, 400, 800)
HOLES2(0, 0, 40, 15, 60, 6)
MCALL
G0 Z100Sechs Gewinde M10 auf einem Kreis mit Radius 40 mm. Die erste Bohrung liegt bei 15°, die weiteren folgen alle 60°. Die Spindel schneidet mit 400 U/min und fährt mit 800 U/min zurück.
Fräszyklen
| Zyklus | Zweck |
|---|---|
| CYCLE71 | Planfräsen einer Rechteckfläche |
| CYCLE72 | Bahnfräsen entlang eines Konturunterprogramms |
| CYCLE73, CYCLE74, CYCLE75 | Tasche mit Inseln aus Konturunterprogrammen |
| CYCLE76 | Rechteckzapfen |
| CYCLE77 | Kreiszapfen |
| CYCLE90 | Gewindefräsen |
| POCKET1, POCKET2 | Rechteck- und Kreistasche (ältere Versionen) |
| POCKET3 | Rechtecktasche |
| POCKET4 | Kreistasche |
| LONGHOLE | Langlöcher auf einem Kreis |
| SLOT1 | Nuten auf einem Kreis |
| SLOT2 | Kreisnuten |
| CYCLE60 | Gravieren |
| CYCLE899 | Wirbelfräsen und Tauchfräsen von Nuten |
| CYCLE800 | Schwenken der Arbeitsebene |
| CYCLE832 | High-Speed-Einstellungen |
POCKET3 Rechtecktasche
POCKET3(_RTP, _RFP, _SDIS, _DP, _LENG, _WID, _CRAD, _PA, _PO, _STA, _MID, _FAL, _FALD, _FFP1, _FFD, _CDIR, _VARI, _MIDA, _AP1, _AP2, _AD, _RAD1, _DP1)| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| _DP | Taschentiefe, absolut |
| _LENG, _WID | Länge und Breite. Ein Vorzeichen bedeutet Bemassung von einer Ecke aus |
| _CRAD | Eckenradius |
| _PA, _PO | Bezugspunkt der Tasche |
| _STA | Winkel zwischen Taschenlänge und erster Achse (0 bis unter 180°) |
| _MID | Maximale Zustelltiefe |
| _FAL, _FALD | Schlichtaufmass an der Wand und am Grund |
| _FFP1, _FFD | Vorschub in der Ebene und Vorschub für die Zustellung |
| _CDIR | 0 Gleichlauf, 1 Gegenlauf, 2 mit G2, 3 mit G3 |
| _VARI | Einerstelle: 1 Schruppen, 2 Schlichten. Zehnerstelle: Zustellung 0 senkrecht mit G0, 1 senkrecht mit G1, 2 auf Helix, 3 pendelnd entlang der Taschenachse |
| _MIDA | Maximale Zustellbreite in der Ebene |
| _AP1, _AP2, _AD | Rohmass: Länge, Breite, Tiefe ab Referenzebene |
| _RAD1 | Helixradius, oder maximaler Eintauchwinkel beim Pendeln |
| _DP1 | Zustellung pro Helixumdrehung |
G17 G90 G54
T8 M6
D1 S3000 M3
G0 X0 Y0 Z20
POCKET3(20, 0, 2, -12, 80, 50, 6, 60, 40, 0, 4, 0.3, 0.2, 600, 200, 0, 21, 6, , , , 4, 2)Schruppt eine Tasche 80 × 50 mm mit 6 mm Eckenradius und 12 mm Tiefe, Mitte auf X60 Y40. Zustellung 4 mm pro Durchgang auf einer Helix mit 4 mm Radius und 2 mm Steigung, Zustellbreite 6 mm, 0.3 mm Aufmass an den Wänden und 0.2 mm am Grund.
POCKET4 (Kreistasche) folgt demselben Schema mit _PRAD als Radius und _PA/_PO als Mittelpunkt. Bei POCKET4 hat _VARI zusätzlich eine Tausenderstelle: 0 bearbeitet Ebene für Ebene, 1 fräst die ganze Tiefe auf einer Helix.
CYCLE71 Planfräsen
CYCLE71(_RTP, _RFP, _SDIS, _DP, _PA, _PO, _LENG, _WID, _STA, _MID, _MIDA, _FDP, _FALD, _FFP1, _VARI, _FDP1)_PA/_PO ist die Startecke, _LENG und _WID die inkrementelle Grösse der Fläche (das Vorzeichen wählt die Ecke). _FDP ist der Freifahrweg in Schnittrichtung, _FDP1 der Überlauf in Richtung der Ebenenzustellung. _VARI: Einerstelle 1 Schruppen, 2 Schlichten. Zehnerstelle 1 oder 2 fräst parallel zur ersten oder zweiten Achse in einer Richtung, 3 oder 4 parallel zur ersten oder zweiten Achse mit wechselnder Richtung.
CYCLE800 Schwenken
CYCLE800(_FR, _TC, _ST, _MODE, _X0, _Y0, _Z0, _A, _B, _C, _X1, _Y1, _Z1, _DIR)CYCLE800 dreht die Arbeitsebene auf Maschinen mit Schwenkkopf oder Schwenktisch. Die Kinematik steht in einem Schwenkdatensatz, den der Maschinenhersteller einrichtet.
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| _FR | Freifahren vor dem Schwenken: 0 keines, 1 Achse Z, 2 Z und danach X/Y, 4 oder 5 in Werkzeugrichtung |
| _TC | Name des Schwenkdatensatzes. “0” wählt ihn ab |
| _ST | Einerstelle: 0 neue Ebene, 1 additiv zur aktuellen Ebene. Höhere Stellen steuern das Nachführen der Werkzeugspitze und das Ausrichten des Werkzeugs |
| _MODE | Wie die Winkel in _A, _B, _C ausgewertet werden (achsweise, Raumwinkel, Projektionswinkel oder direkte Achspositionen) |
| _X0, _Y0, _Z0 | Drehpunkt (Verschiebung vor der Drehung) |
| _A, _B, _C | Drehwinkel |
| _X1, _Y1, _Z1 | Nullpunktverschiebung nach der Drehung |
| _DIR | Bevorzugte Richtung der Rundachse, wenn zwei Lösungen möglich sind |
CYCLE832 High-Speed-Einstellungen
CYCLE832(_TOL, _TOLM)CYCLE832 setzt die Konturtoleranz und die passenden Einstellungen für Verschleifen, Kompressor und Dynamik bei der Freiformbearbeitung. _TOL ist die Toleranz der Bearbeitungsachsen in mm (oder Grad bei Rundachsen). _TOLM wählt die Bearbeitungsart: Schruppen, Vorschlichten, Schlichten oder 0 für die Grundeinstellung. Der Maschinenhersteller kann anpassen, was jede Bearbeitungsart einschaltet.
CYCLE832(0.1, 1003) (Schruppen, Toleranz 0.1 mm)
KERN_SCHRUPP
CYCLE832(0.005, 102001) (Schlichten, Toleranz 0.005 mm)
KERN_SCHLICHT
CYCLE832(0, 0) (Grundeinstellung)Drehzyklen
| Zyklus | Zweck |
|---|---|
| CYCLE93 | Einstechen |
| CYCLE94 | Freistich Form E und F (DIN 509) |
| CYCLE95 | Abspanen entlang einer Kontur |
| CYCLE96 | Gewindefreistich (DIN 76) |
| CYCLE97 | Gewindeschneiden |
| CYCLE98 | Gewindeketten |
| CYCLE950 | Erweitertes Abspanen mit Rohteilkontur |
CYCLE95 Abspanen
CYCLE95(NPP, MID, FALZ, FALX, FAL, FF1, FF2, FF3, VARI, DT, DAM, _VRT)| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| NPP | Name des Konturunterprogramms, oder ein über Marken angegebener Programmabschnitt |
| MID | Zustelltiefe |
| FALZ, FALX | Schlichtaufmass in der Längsachse und in der Planachse |
| FAL | Konturtreues Schlichtaufmass |
| FF1 | Vorschub beim Schruppen |
| FF2 | Vorschub beim Eintauchen in Hinterschnitte |
| FF3 | Vorschub beim Schlichten |
| VARI | Bearbeitungsart, siehe Tabelle |
| DT | Verweilzeit zum Spänebrechen beim Schruppen |
| DAM | Weglänge, nach der jeder Schruppschnitt zum Spänebrechen unterbrochen wird |
| _VRT | Abhebeweg von der Kontur beim Schruppen |
| VARI | Bearbeitung |
|---|---|
| 1 | Schruppen, längs, aussen |
| 2 | Schruppen, plan, aussen |
| 3 | Schruppen, längs, innen |
| 4 | Schruppen, plan, innen |
| 5 bis 8 | Schlichten, Reihenfolge wie 1 bis 4 |
| 9 bis 12 | Schruppen und Schlichten, Reihenfolge wie 1 bis 4 |
Mit 200 addiert (201 bis 212) entfällt das Nachziehen entlang der Kontur nach jedem Schruppschnitt. Je nach Werkzeugradius und Zustellung können dann Restecken stehen bleiben. Bei Längsbearbeitung wird in der Planachse zugestellt, bei Planbearbeitung in der Längsachse. Aussenbearbeitung stellt in negativer Richtung zu, Innenbearbeitung in positiver Richtung.
G18 G90 G54 G95
T1 D1 S1200 M4
G0 X80 Z5
CYCLE95("WELLE_KONTUR", 2, 0.1, 0.2, , 0.3, 0.15, 0.08, 9, , , 1)
G0 X150 Z100Schruppt und schlichtet die Aussenkontur aus dem Unterprogramm WELLE_KONTUR längs, mit 2 mm Zustellung und Aufmassen von 0.1 mm in Z und 0.2 mm in X.
CYCLE97 Gewindeschneiden
CYCLE97(PIT, MPIT, SPL, FPL, DM1, DM2, APP, ROP, TDEP, FAL, IANG, NSP, NRC, NID, VARI, NUMT, _VRT)| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| PIT / MPIT | Steigung als Wert oder als metrische Gewindegrösse (3 bis 60) |
| SPL, FPL | Start- und Endpunkt des Gewindes in der Längsachse |
| DM1, DM2 | Durchmesser an Start- und Endpunkt (unterschiedliche Werte ergeben ein Kegelgewinde) |
| APP, ROP | Einlauf- und Auslaufweg |
| TDEP | Gewindetiefe |
| FAL | Schlichtaufmass |
| IANG | Zustellwinkel. Positiv: Zustellung an einer Flanke. Negativ: wechselnde Flanken |
| NSP | Startwinkelversatz des ersten Gewindegangs |
| NRC | Anzahl Schruppschnitte |
| NID | Anzahl Leerschnitte |
| VARI | 1 aussen, konstante Zustelltiefe; 2 innen, konstante Zustelltiefe; 3 aussen, konstanter Spanquerschnitt; 4 innen, konstanter Spanquerschnitt |
| NUMT | Anzahl Gewindegänge (mehrgängig) |
| _VRT | Rückzug über den Anfangsdurchmesser |
G18 G90 G54 G95
T3 D1 S800 M4
G0 X40 Z10
CYCLE97( , 30, 0, -28, 30, 30, 6, 2, 2.15, 0.05, 29, 0, 6, 1, 3, 1, 1)
G0 X100 Z100Aussengewinde M30 (Steigung 3.5 mm aus MPIT) über 28 mm Länge, 6 Schruppschnitte mit konstantem Spanquerschnitt, 0.05 mm Schlichtaufmass und ein Leerschnitt.