Sinumerik 840D M-Befehle: Referenztabelle
M-Funktionen der Sinumerik 840D und 840D sl: vordefinierte M-Befehle, Spindelnummer als Adresserweiterung, Regeln im Satz, Ausgabezeitpunkt und herstellerspezifische M-Befehle.
M-Funktionen sind Hilfsfunktionen. Die NC gibt sie an die PLC weiter, und das PLC-Programm schaltet die Maschinenfunktion. Auf einer Sinumerik-Steuerung legt die Steuerung selbst nur wenige M-Funktionen fest. Alle anderen Nummern stehen dem Maschinenhersteller frei.
Kühlmittel, Spannmittel, Türen, Späneförderer und ähnliche Funktionen legt der Maschinenhersteller fest. Dieselbe Nummer kann auf zwei Maschinen verschiedene Funktionen schalten. Im Zweifel gilt die Dokumentation Ihrer Maschine.
Vordefinierte M-Funktionen
| Code | Funktion |
|---|---|
| M0 | Programmhalt |
| M1 | Bedingter Halt, nur bei eingeschaltetem wahlweisem Halt |
| M2 | Ende des Hauptprogramms, gleiche Wirkung wie M30 |
| M3 | Spindel ein, Rechtslauf |
| M4 | Spindel ein, Linkslauf |
| M5 | Spindel aus |
| M6 | Werkzeugwechsel (Auslieferungszustand, anders projektierbar) |
| M17 | Ende des Unterprogramms |
| M19 | Spindel positionieren |
| M30 | Ende des Hauptprogramms, gleiche Wirkung wie M2 |
| M40 | Getriebestufe automatisch gewählt |
| M41 | Getriebestufe 1 |
| M42 | Getriebestufe 2 |
| M43 | Getriebestufe 3 |
| M44 | Getriebestufe 4 |
| M45 | Getriebestufe 5 |
| M70 | Spindel in Achsbetrieb umgeschaltet |
Syntax und Spindelnummer
M<Wert>
M<Spindelnummer>=<Wert>M3, M4, M5, M19 und M70 nehmen die Spindelnummer als Adresserweiterung an. Ohne Spindelnummer wirkt die Funktion auf die Masterspindel. Dasselbe gilt für die Drehzahladresse S.
M3 S2000 (Masterspindel Rechtslauf, 2000 U/min)
M2=4 S2=800 (Spindel 2 Linkslauf, 800 U/min)
M2=5 (Spindel 2 aus)M2=5 hält Spindel 2 an. M2 ohne Gleichheitszeichen ist das Programmende. M0, M1, M2, M17 und M30 nehmen nie eine Adresserweiterung an.
M19 dreht die Spindel auf eine in den Settingdaten hinterlegte Position. Einen programmierten Winkel setzt SPOS, zum Beispiel SPOS=90.
Regeln im Satz
Ein Satz darf bis zu fünf M-Funktionen enthalten. Die Gesamtzahl der Hilfsfunktionsausgaben (M, S, H, T, D, F) pro Satz ist auf zehn begrenzt.
M0, M1, M2, M17 und M30 werden immer nach der Achsbewegung des Satzes ausgegeben. Für alle anderen M-Funktionen legt der Maschinenhersteller in Maschinendaten fest, ob sie vor, während oder nach der Bewegung ausgegeben werden. Auf vielen Maschinen startet M3 in einem Satz mit Achsbewegung die Spindel, bevor die Achsen fahren.
Eine M-Funktion, die vor oder nach der Bewegung ausgegeben wird, unterbricht den Bahnsteuerbetrieb (G64, G641 usw.). Die Steuerung macht dann am Satzübergang einen Genauhalt. Auch das Warten auf die Quittung der PLC kann kurze Sätze bremsen.
M=QU(
G64 G1 X50 Y20 F2000
X80 Y40 M=QU(8) (Kühlmittel ein als schnelle Ausgabe, kein Halt an der Ecke)Programmende und Unterprogramme
M2, M17 und M30 beenden jeweils ein Programm. Wird ein Hauptprogramm aus einem anderen Programm aufgerufen, wirken M2 und M30 wie M17 und kehren zum Aufrufer zurück. Umgekehrt beendet M17 ein Hauptprogramm wie M30.
Auch das Schlüsselwort RET beendet ein Unterprogramm. Im ISO-Dialektmodus (G291) werden Unterprogramme wie auf Fanuc-Steuerungen mit M98 aufgerufen und mit M99 beendet.
M-Funktionen des Maschinenherstellers
Nummern ausserhalb der vordefinierten Funktionen sind frei. Ihre Bedeutung ergibt sich aus dem PLC-Programm. Die folgenden Belegungen sind verbreitet, aber keine Regel.
| Code | Übliche Funktion |
|---|---|
| M7 | Zweites Kühlmittel (Nebel oder innere Kühlung) |
| M8 | Kühlmittel ein |
| M9 | Kühlmittel aus |
Beispiel
G17 G90 G54 G71
T="BOHRER_8" M6 (Werkzeugwechsel mit Werkzeugname)
D1
S2400 M3 F180 (Spindel Rechtslauf, Vorschub pro Minute)
M8
G0 X30 Y20 Z5
G1 Z-12
G0 Z50
M9
M5
M30